Schmidmayer-Bräu-Schild mit Siegenburg-Ortsansicht am Lagertank
Paar in Tracht lacht und trinkt Bier im Bräustüberl in Schwarzweiß
Historische Holzbierkisten mit Aufschrift Brauerei Schmidmayer Siegenburg und Holzfass
Brauereigebäude Schmidmayer Bräu mit Fassadenmalerei, Schornsteinen und Maibaum
Holzbierfässer auf einem geschmückten Brauereiwagen
Kronkorken

Brautradition seit 1275

Die Geschichte von Schmidmayer Bräu reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 1275 wurde an diesem Ort Bier gebraut – ein beeindruckendes Zeugnis jahrhundertealter Brautradition.

Pfarrer Prechtl aus Reichertshausen dokumentierte bereits 1678 in seiner Chronik „Geschichte des Marktes Siegenburg“, dass es schon vor 1275 in Siegenburg einen Brauer gab. Diese Angaben wurden später durch Archivfunde und historische Forschungen bestätigt.

Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Betrieb weit über das Brauwesen hinaus. Neben der Brauerei existierten eine Mälzerei, Brennerei, Schreinerei, Schlosserei, ein landwirtschaftlicher Gutshof mit Forstwirtschaft sowie eine Gärtnerei mit Saatgutvermehrung.

Bereits 1901 erzeugte Schmidmayer Bräu mithilfe einer Wasserturbine eigenen Strom. Der Betrieb beschäftigte zahlreiche Handwerker und war über viele Jahrzehnte ein nahezu autarkes Unternehmen.

Bis heute lebt diese Tradition weiter – geprägt von echter Handwerkskunst, regionaler Verbundenheit und der Leidenschaft für gutes Bier.

Kronkorken

Die Namensgebung der Brauerei

Den Namen Schmidmayer Bräu trägt die Brauerei seit dem Jahr 1821. Damals verband die Heirat von Xaver Schmidmayer (1801–1837) mit Anna Schuster, geborene Steiger aus Langquaid (1791–1838), zwei Brauerfamilien miteinander. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Brauerei von der traditionsreichen Familie Schmidmayer geführt.

1922, nach dem Tod von Otto Schmidmayer, der keine männlichen Nachkommen hinterließ, übernahmen seine Neffen Karl und Eduard Wittmann die Brauerei. Die Wittmanns stammen aus einer alten Brauerfamilie aus Oberhaunstadt bei Ingolstadt und brachten ebenfalls eine bedeutende Brautradition mit.

Ein besonders herausragender Vorfahre war Simon Wittmann (1775–1836). Er gilt als Mitbegründer der Hallertauer Hopfentradition und des Nürnberger Hopfenmarktes. Zudem war er königlich-bayerischer Landtagsabgeordneter und Besitzer einer Brauerei in München. 1821 erhielt er erstmals die Genehmigung, ein Weißbier-Zelt auf der Münchner Oktoberfestwiese zu betreiben – ein bedeutender Meilenstein der bayerischen Biergeschichte.

Die Brauerei heute

Im Jahr 1983 wurde Schmidmayer Bräu von Stefan Wittmann übernommen. Heute wird die Brauerei bereits in der sechsten Generation von Simon Wittmann geführt.

Mit großer Leidenschaft für das traditionelle Brauhandwerk und tief verwurzelt in der Region führt er die lange Brautradition fort und verbindet historische Werte mit einer klaren Vision für die Zukunft der Brauerei.